Wie das Gehirn heilt

Quelle Pravda-TV

Der Forscher und Autor Norman Doidge berichtet in “Wie das Gehirn heilt” von den neuesten Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft. Lange Zeit ging man davon aus, dass das Gehirn sich im Gegensatz zu anderen Organen nicht selbst reparieren und, dass wenn Funktionen einmal verloren waren, diese nicht wiederhergestellt werden können. Doch dem ist nicht so.

Im Jahr 2000 erhielt Eric Kandel den Nobelpreis für Physiologie/Medizin für den Nachweis, dass die Verbindungen zwischen den Nerven beim Lernen zunehmen. In der Folge zeigten viele weitere Untersuchungen, “dass mentale Aktivitäten nicht nur ein Produkt des Gehirns sind, sondern es auch formen.”

Das Gehirn ist neuroplastisch und das heisst, es ist “in der Lage, die Art und Weise, wie es Aktivitäten und mentale Erfahrungen aufnimmt und verarbeitet, selbständig zu verändern.” Praktisch bedeutet das, dass Geist, Gehirn und Körper zusammenarbeiten müssen, um eine Heilung (ein “Ganz Machen”) zustande zu bringen.

Wie das Gehirn heilt versammelt Geschichten von ganz unterschiedlichen Menschen, die ihr Gehirn verändert haben und in sich Fähigkeiten entdecken konnten, von denen sie bis anhin nichts gewusst hatten.

“Aber das eigentliche Wunder sind weniger die Techniken, die unser Gehirn nutzt, als vielmehr der Weg, auf dem es sich im Laufe von Jahrmillionen entwickelt hat, als es ausgefeilte neuroplastische Fähigkeiten und einen Geist herausbildete, der seinen eigenen einzigartigen Wiederherstellungs- und Wachstumsprozess regieren kann.”

Unter den Geschichten findet sich etwa die des Psychiaters und Schmerzexperten Michael Moskowitz, der schon oft sein eigenes Versuchskaninchen gewesen ist und dabei herausgefunden hat, dass das Gehirn den Schmerz abschalten kann.

Das widerspricht zwar unserem gesunden Menschenverstand, gemäss dem der Schmerz aus dem Körper kommt. Doch unser Gehirn ist nicht einfach nur der passive Empfänger von Signalen

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